Aus einer gemeinsamen Begeisterung für Musik und der Liebe zu etablierten sowie brandneuen Musical-Klassikern, die bis heute nicht an Relevanz verloren haben, entstand die Idee, selbst einmal ein Musical aufzuführen. Anfangs dachten wir, man brauche dafür nur Musik im Blut, Rhythmus im Gefühl und vielleicht ein paar zu viele auswendig gelernte Songtexte.
Jedoch wurde schnell klar, dass ein solches Projekt mit einem enormen organisatorischem und kreativem Aufwand verbunden ist. Also entschlossen wir uns dieses Vorhaben im Rahmen des P-Seminars umzusetzen, um genügend Vorbereitungszeit, Struktur und Ressourcen zur Verfügung zu haben.
Aus diesem ersten Ansatz formte sich bald eine vielfältige Gruppe aus Instrumentalistinnen und Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger sowie kreativen Köpfen, die unserer Vision Leben einhauchten. In den ersten Treffen des P-Seminars beschäftigten wir uns zunächst in angeregten Diskussionen mit der Frage nach der Form unseres Stücks. Es stand zur Debatte, ob wir ein bereits existentes Stück aufführen wollten oder die Inszenierung der Handlung und Musikstücke selbst in die Hand nehmen wollten. Wir einigten uns schließlich auf ein selbstgeschriebenes Stück, um unseren kreativen Vorschlägen keine Grenze zu setzen und mehr Gestaltungsfreiheit zu haben.
Daraufhin sammelten wir verschiedene Vorschläge in der Gruppe aus denen sich nach längerer Besprechung schließlich zwei besonders passende Handlungsverläufe herauskristallisierten. Aufgrund von Besetzung und Umsetzbarkeit einigten wir uns schließlich auf die finale Version von The Look of Love.
Es war dabei eine besondere Herausforderung, geeignete musikalische Werke zu finden, die sowohl die Stimmung als auch die inhaltliche Essenz des Stückes widerspiegelten. Nach einigen Treffen und unzähligen Telefonaten hatten wir schließlich ein vorläufiges Libretto stehen, das die Handlung in groben Zügen festhielt.
Während die dreitägige Probenfahrt immer näher rückte, blieb keine Zeit für Langeweile. Es galt Stücke zu arrangieren, das Bühnenbild zu konkretisieren und an der Handlung und Ausarbeitung des Stücks zu feilen. Die Probenfahrt selbst stellte einen Höhepunkt dar: drei Tage lang setzten wir uns intensiv mit der musikalischen Gestaltung, dem Zusammenspiel und Szenenabläufen auseinander.
In der darauffolgenden Zeit verbesserten wir schließlich Stück für Stück unser Libretto und legten musikalische Elemente sowie Szenen und Übergänge fest. Mit dem Aufführungstermin, der in unmittelbare Nähe rückte, wurden die Proben schließlich intensiviert und man konnte im gesamten P-Seminar die wachsende Aufregung und Anspannung feststellen. Musikalische Durchläufe, Sprechszenen und Ensembleproben füllten unseren Kalender, doch durch das Engagement aller Beteiligten nahm unser Stück eine immer konkretere Form an, so dass wir es am 20. und 21. Mai 2026 aufführen konnten.
Die Woche des Auftritts war gefüllt mit letzten Vorbereitungen und Handgriffen wie den Generalproben, dem Fertigstellen des Bühnenbilds, sowie dem Einweisen des Technik-Teams. Endlich war das Stück bühnenreif und die Seminarmitglieder erwarteten mit Vorfreude den Auftrittstag, der nur durch sorgfältige Planung, Herzblut und natürlich der stetigen Unterstützung unseres Seminarleiters Herrn Schindler stattfinden konnte.
Text: Cecilia Grundler
Fotos: Innozenz Grundler, Stefan Preitschaft, Wolfgang Schrüfer




