Vor etwa 15 Jahren kam innerhalb der Schulfamilie des Schmeller-Gymnasiums Nabburg der Wunsch auf, den letzten Schultag vor den Weihnachtsferien zu etwas Besonderem zu machen. Die Idee eines Benefizmarktes war geboren und fand, so erinnern sich dessen Koordinator Wolfgang Malzer und Schulleiter Christian Schwab, sofort Anklang bei den Schülern, im Kollegium, der SMV und seitens der Eltern. Der Weihnachtsmarkt für einen guten Zweck hat sich seither zu einem Erfolgsmodell entwickelt, das nun sogar einen Rekorderlös von 6000,- Euro verzeichnen konnte. So durften sich anlässlich der diesjährigen Spendenübergabe gleich zwei Organisationen über dieses gemeinschaftliche Engagement freuen. Für die Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord e.V. nahm Vorstand Herbert Putzer den Scheck entgegen. Seit 22 Jahren organisiert er ehrenamtlich mit 10 Kollegen und einem Jahresetat von 300 000,- Euro oft dringend nötige finanzielle Unterstützung für Familien mit krebskranken Kindern. Aktuell betreuen sie 108 Fälle, bezuschussen Fahrtkosten außerhalb der Kassenleistung, Sonderausstattungen, vermitteln über ein Netzwerk Kontakte zum Erfahrungsaustausch, sorgen aber auch bei Freizeitaktionen für Glücksmomente. „Umso mehr erstaunt und erfreut es mich zugleich, dass ihr Jugendlichen dieses Geld bewusst Gleichaltrigen zugutekommen lassen wollt“, lobte er stellvertretend für die JAS-Schüler die SMV-Vertreter. In diesem Sinne ging ein gleich hoher Betrag an das Regensburger Kinderzentrum St. Martin, deren Leiterin Dr. Christina Kutzer aus der 26jährigen Geschichte der Einrichtung berichtete. Der katholischen Jugendfürsorge angegliedert, kümmern sich aktuell acht Ärzte und Psychologen ambulant um bis zu 2000 junge Patienten pro Jahr. Die Diagnosen zeigen oft Auffälligkeiten in körperlicher, geistiger oder seelischer Entwicklung auf, sie reichen von Autismus bis zu psychischen oder physischen Problemen, ebenso werden Behandlungen der Logo-, Ergotherapie aber auch Heilpädagogik empfohlen, für die oft spezielle und daher sehr teure Geräte vonnöten sind. „Dafür ist das Geld sicher gut investiert“, dankte auch sie für die finanzielle Zuwendung.

