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Gymnasium Nabburg präsentiert Jazzkonzert als Casting-Show

Motiviert und mitreißend bewiesen die jungen Musiktalente des Nabburger Gymnasiums ihr besonderes Jazz-Feeling. Das Publikum tauchte gerne mit ein in die 
Welt von Glanz und Glamour, Film und Fashion.
Ob als Filmstar oder in der Musikbranche: Wessen Talent entdeckt wird und wer sich profilieren kann, dem steht eine große Karriere bevor. „So dürfte auch ein James Bond-Darsteller für seine Rolle engagiert worden sein“, folgerte Schulleiterin Dr. Anja Wiesner in ihrer Begrüßung zum Jazz-Konzert des Johann-Andreas-Schmeller Gymnasiums, das passenderweise mit einem „007-Orchester-Medley“ begann. Und es sollte auch spannend weitergehen, war doch das Konzept des Abends als „Casting-Show“ angelegt, augenzwinkernd und ausgiebig moderiert von Julia Kirchner und Lukas Beer.
Neben Interaktionen der beiden mit dem Publikum, sorgten sie für eine abwechslungsreiche Vorstellung der auftretenden Musikgruppen: Junior Big-Band, Glamour Girls, Gemischter-Chor und Lehrer-Chor sowie große Big-Band. Das Repertoire reichte von Hollywood-Klassikern über Broadway-Melodien bis zu TV-Serien-Hits.
Bereits die jüngste Formation wusste mit den Solisten Logan Turner, Theresa Prüfling, Franziska Zimmermann, Julia Kurz, Jakob Noster, Jannik Gebert und Lena Prüfling die richtigen Akzente zu setzen. Noch im ersten Konzertteil präsentierte sich das Ensemble bestens mit „Greased Lightning“, dem Haupttitel aus „The Incredibles“ und leitete dann mit „The Bare Necessities“, dem Gemütlichkeits-Song des Dschungelbuchs, die Pause ein.
Für die pünktliche Rückkehr sorgte Harold Faltermeyers Thema aus „Beverly Hills Cop“, von der Big Band musikalisch und von actionreicher Beleuchtung begleitet perfekt inszeniert. Gleich mehrmals gelang es dann der Lichtregie die Aufmerksamkeit auf die Gesangssolistin des Abends zu lenken: Ann-Kathrin Kirchner. Sie überzeugte mit emotionalen Charaktersongs wie „Top Hat, White Tie & Tails“, „It Had Better Be 
Tonight“ oder „You Know I´m No Good“ von Amy Winehouse.
Als Pendant zu ihrer beeindruckenden „One-Woman-Performance“, bot das Programm aber gleichwohl Vielstimmigeres an. Während der gemischte Chor schon mit „Old Devil Moon“, dem thematisch passenden „City of Stars“ und einem mitreißenden „New York, New York“ nicht nur akustisch voluminös fast die Bühne sprengte, beließ es der Lehrerchor heuer leider nur bei einem kleinen Intermezzo a la Udo Jürgens: „Vielen Dank für die Blumen“.
Ein Sträußchen hätte man liebend gerne auch den von Marie-Luise Scheidler choreographierten Glamour Girls für ihre schwungvollen Gesangs- und Tanzeinlagen zu „Big Spender“ oder „Candyman“ überreicht. Bei letzterem „punkteten“ die Mädels einmal mehr mit ihren Pettycoat-Outfits. Den „Hauptpreis“ der fiktiven Applaus-Wertung aber mussten sie schließlich doch den Musiklehrkräften Stefan Schindler und Stefanie Schreyer, unterstützt von Michaela Lippert, überlassen, die das Lob unter großem Applaus des Auditoriums selbstverständlich gleich an ihre hoch motivierten 
„Talents on stage“ weitergaben.
Mit „Old Time Rock & Roll“, gespielt von der Gemeinschaftsband und einer Zugabe ging der Jazz-Abend des Gymnasiums schwungvoll zu Ende.
(„Der Neue Tag“ am 23.4.2026, Text: Raphael Haubelt; Bilder: Wolfgang Schrüfer