Das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium (JAS) war in der vergangenen Woche Schauplatz hochklassigen Schulsports. In der Altersklasse M II (Jahrgänge 2010/2011) traten die Basketballerinnen des Nabburger Gymnasiums als stolze Vertreterinnen der Oberpfalz beim Nordbayernfinale an. Gegen die übermächtige Konkurrenz aus den fränkischen Basketball-Hochburgen zeigten die „Schmeller-Mädels“ eine beachtliche Moral und spielerische Qualität.
Als Gastgeber empfingen die Nabburgerinnen die Siegerteams aus den drei fränkischen Regierungsbezirken: Das Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg, das Matthias-Grünewald-Gymnasium Würzburg und das Gymnasium Herzogenaurach. Dass die Trauben in diesem Teilnehmerfeld hoch hängen würden, war bereits im Vorfeld bekannt. Während die Teams aus Würzburg und Bamberg teils mit Spielerinnen aus der Jugendbundesliga besetzt sind und bis zu fünf Trainingseinheiten pro Woche absolvieren, gründet sich der Erfolg der JAS-Mädels auf ein bis zwei wöchentliche Trainingseinheiten und eine hohe mannschaftliche Geschlossenheit.
Taktische Disziplin gegen physische Überlegenheit: In der ersten Begegnung gegen den späteren Turniersieger aus Würzburg mussten die Nabburgerinnen die Überlegenheit der Gäste anerkennen (10:82). Doch bereits in den folgenden Partien gegen Herzogenaurach (16:37) und das Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg (23:36) deutete das Team sein Potenzial an. Besonders beeindruckend war die taktische Flexibilität der Schmeller-Schülerinnen: Durch die Umstellung von einer Mann- auf eine Zonenverteidigung gelang es, den Spielfluss der erfahrenen Gegnerinnen empfindlich zu stören. Mit dieser konzentrierten Defensivleistung setzten die Nabburgerinnen Akzente und zwangen die Favoriten zu hart erkämpften Punkten.
Am Ende des Turniers belegte das JAS-Team den vierten Platz hinter Würzburg, Bamberg und Herzogenaurach. Trotz der Platzierung war die Stimmung in der heimischen Halle positiv, da die gezeigte Leistung – insbesondere vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Trainingsvoraussetzungen – Respekt verdiente.
Abschied im sportlichen Rahmen: Einen besonderen Stellenwert erhielt das Turnier durch die Anwesenheit von Schulleiter Christian Schwab. Für ihn markierte die Veranstaltung das letzte Nordbayernfinale am JAS, bevor er die Schule zum Ende dieser Woche verlässt. In seiner herzlichen Begrüßung der Gastmannschaften machte er keinen Hehl daraus, dass sein Herz vorrangig für „seine“ JAS-Mädels schlägt.
Gelungenes Event dank schulinternem Engagement: Das Turnier zeichnete sich durch einen reibungslosen Ablauf und eine faire Atmosphäre ohne nennenswerte Verletzungen aus. Ein besonderer Dank gilt den Schiedsrichtern und dem Kampfgericht, die eine souveräne Arbeit leisteten. Bemerkenswert hierbei: Das Schieds- und Kampfrichterteam bestand fast ausschließlich aus „Eigengewächsen“ der Schule. Dies unterstreicht das pädagogische Profil des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums, das über den rein fachlichen Unterricht hinaus die persönliche Entwicklung und Verantwortungsübernahme junger Menschen fördert.
Das Nordbayernfinale war somit nicht nur ein sportlicher Vergleich auf hohem Niveau, sondern auch ein Beleg für eine lebendige Schulgemeinschaft, die ihre Talente in allen Bereichen zur Entfaltung bringt. Die Basketballerinnen des JAS haben die Oberpfalz würdig vertreten und können erhobenen Hauptes auf ihre gezeigte Leistung blicken.
Text: Barbara Meier
Bild: Saskia Ruhland

