Ben Walter und Benedikt Wolf nehmen als erste JAS-Schüler am Bundeswettbewerb „Jugend Forscht“ teil

Mit riesigem Aufwand und tollem Programm fand vom 26.-29. Mai nach zwei Jahren Corona-Pause der Bundeswettbewerb „Jugend Forscht“ statt. Ausrichtende Stadt war diesmal Lübeck.

Zum ersten Mal durften auch Schüler des Schmeller-Gymnasiums dabei sein:

Ben Walter und Benedikt Wolf (beide Q11) hatten sich in einem anspruchsvollen Teilnehmerfeld aus ganz Bayern im Bereich „Technik“ durchgesetzt und sowohl in der Regionalrunde Amberg-Weiden als auch in der Landesrunde den 1. Platz mit ihrem „Weckerbett“ geholt (siehe dazu die Berichte im Archiv).

Die Jungforscherinnen und -forscher mit den 108 besten Arbeiten aus ganz Deutschland wurden zu dieser Veranstaltung für vier Tage in einem Fünf-Sterne Hotel untergebracht und durften ihre Projekte in der Musik- und Kongresshalle präsentieren. Das Weckerbett wurde dafür extra in eine große Kiste verpackt und per Spedition nach Lübeck geschickt.

Mehrere intensive Jurygespräche, Pressetermine und ein ganzer Nachmittag mit Publikumsverkehrsorgten für ein anstrengendes Programm während der vier Tage. Doch ein Ausflug an die Ostseeküste, Abendveranstaltungen und vor allem die Sonderpreisverleihung am Samstag ließen auch Zeit für Spaß und viele neue Eindrücke. Letztere fand in der „Kulturwerft Gollan“ statt, einem ehemaligen Werftgelände, das jetzt in einer alten Montagehalle einen ungewöhnlichen Raum für große Konzerte und Veranstaltungen bietet. Bei schickem Abendessen und Begleitung durch eine Band wurden viele, teils sehr besondere Preise verliehen: Wer möchte nicht zur Nobelpreisverleihung nach Stockholm reisen, oder für fünf Wochen einen Forschungsaufenthalt an der University of Rhode Island mitnehmen? Am Sonntag ging mit der Verleihung der Hauptpreise der Bundeswettbewerb zuende – leider ohne einen Preis für Ben und Benedikt. Gerade im Bereich „Technik“ war die Konkurrenz sehr stark, insbesondere bei den Robotik-Themen. Zudem war das Weckerbett der beiden sicher das einzige Projekt, das so nebenbei in drei Monaten in der Hobbywerkstatt entstanden war. Viele der Arbeiten waren gezielt für Jugend Forscht mit der Unterstützung von Schülerforschungszentren, Universitäten oder großen Schulen mit MINT-Profil entwickelt worden.

Was bleibt nun von diesem – vordergründig erfolglosen – Bundeswettbewerb? Ganz sicher einmalige Erlebnisse, intensiver Austausch mit anderen Jungforscherinnen und Jungforschern (auch über den Wettbewerb hinaus), viele neue Kontakte mit interessanten Menschen, neue Ideen für weitere Projekte,…. Und, nicht zu vergessen: Als Landessieger bei Jugend Forscht hat man im Bewerbungsschreiben schon ein sehr gutes Argument! Mehrere Industrievertreter boten während der Veranstaltung eine Vermittlung der Teilnehmer in passende Unternehmen an.

Auch für mich als Betreuungslehrer war die Veranstaltung etwas ganz Besonderes!

 

Wolfgang Schrüfer