Schülerpraktikum Chemie 2018 an der Uni Regensburg

Das Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasium beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder am Schülerpraktikum des JungChemikerForums (JCF) Regensburg, das jährlich in den Labors der Universität Regensburg stattfindet. Drei Schülerinnen und ein Schüler der Q12 machten sich am 01.10. und 02.10.2018 auf den Weg in die Bezirkshauptstadt.

Das Praktikum begann im Hörsaal H48 der Fakultät Chemie und Pharmazie. Einleitend informierte Frau Dr. Claudia Wanninger-Weiß über die Studienmöglichkeiten an der Fakultät Chemie. Mit dem Einstiegssatz „Chemie ist nicht alles, aber alles ist Chemie!“ verdeutlichte sie, dass sich mit einem abgeschlossenen Chemiestudium vielfältige Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt bieten, zudem wies sie auf die guten Verdienstmöglichkeiten hin. Nach dem kurzen Vortrag folgte eine Sicherheitsunterweisung für das richtige Verhalten im Labor. Bereits im Vorfeld hatten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein 140-seitiges Praktikumsskript mit verschiedenen Versuchsbeschreibungen erhalten, aus denen einige ausgewählt werden konnten. Dabei gab es Unterteilungen in länger dauernde Haupt- und kürzere Nebenversuche. Nach der Wahl dieser Versuche wurden Vierergruppen gebildet, die von je einem Assistenten betreut wurden. Dies waren entweder Studenten eines Materstudiengangs oder Doktoranten. Ein Hauptversuch war beispielsweise die Synthese von Acetylsalicylsäure, besser bekannt als Aspirin oder die Darstellung von reinem Silicium. Bei den etwas weniger aufwendigen Nebenversuchen konnte man sich z.B. für die Herstellung von Acetatgläsern, die Sublimation von Campher oder auch die Verseifung von Fetten entscheiden. Bei der Durchführung der Versuche wurde man mit vielen, vorher unbekannten Geräten und Chemikalien vertraut gemacht. Aufgrund der guten Ausbildung der Assistenten wurden auftretende Fragen erschöpfend beantwortet und anschaulich erklärt.

Nach einer Mittagspause wurden die Versuche am Nachmittag weitergeführt. Ein weiteres Highlight war der traditionelle „Professoren-Café“, bei dem man bei heißen Getränken mit Dozenten aus der Chemie oder Pharmazie über Möglichkeiten im Fachgebiet oder im Studium reden konnte.

Am nächsten Tag wurden die ausgewählten Versuche vervollständigt und da noch genügend Zeit blieb, führten uns die Assistenten durch ihre Forschungslabore und zeigten uns kleine Spielereien mit flüssigem Stickstoff. Auch krönten sie den Tag für uns mit einfachen, aber spektakulären Versuchen, wie etwa einer in gleichmäßigen Abständen die Farbe ändernden Lösung oder dem „Elefantenschaum“.

Diese zwei Tage waren eine tolle Erfahrung, die wir allen, die sich ein Studium in den Naturwissenschaften vorstellen können, sehr empfehlen, denn da die Laborarbeit ein großer Bestandteil eines solchen Studiums ist, ist so ein Praktikum eine gute Orientierungshilfe, die auch noch wahnsinnigen Spaß macht.