Begabten- und Interessiertenförderung am JAS-Gymnasium Nabburg

Am 19.09.2019 kamen auf Einladung von OStD Schwab und StRin Birkmann elf Schülerinnen und Schüler in der Bibliothek des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums zusammen, die im Laufe des vergangenen Schuljahres an Maßnahmen aus dem Bereich der Begabtenförderung teilgenommen hatten.

„Die Förderung und Unterstützung engagierter Talente ist der Schule ein wichtiges Anliegen“, betonte der Schulleiter, verwies aber auch darauf, dass die Angebote der Begabtenförderung nicht nur für Spitzenschüler mit überdurchschnittlichen Noten gedacht seien, sondern bemerkenswerte Leistungen und besonderes Interesse durchaus auf ein spezielles Gebiet, wie z.B. die Naturwissenschaften oder auch Musik, begrenzt sein könne. Über die zahlreichen Angebote können sich interessierte Schülerinnen und Schüler auf der Homepage der Schule informieren oder direkt auf das „Begabtenförderungs-Tandem“, StRin Beate Birkmann und StRin Susanne Wagner, zukommen. OStD Schwab bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement, und machte deutlich, dass er es für keine Selbstverständlichkeit hält, sich in der Freizeit über den schulischen Rahmen hinaus für bestimmte bestimmte Angebote aus dem Bereich der Begabten- und Interessiertenförderung Zeit zu nehmen.

So nahm beispielsweise Mattea Storch (8c) in der vorletzten Woche der Sommerferien am „Mädchen für Technik – Camp“ teil. Mattea berichtete, dass sie im Camp durchwegs positive Erfahrungen gemacht habe. Besonders spannend sei es für sie gewesen MINT-Inhalte nicht nur in der Theorie, sondern in der Praxis zu erfahren, da die Gruppe zum Beispiel selbst eine Ampel gebaut habe.

Anna Forster und Sarah Stahl (beide Q12) wurden zum Ferienseminar in Amberg eingeladen, das jährlich von der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Oberpfalz organisiert wird. Sehr gute Noten und außerschulische Aktivitäten sind Voraussetzungen für die Teilnahme. Die Teilnehmerinnen empfanden die Veranstaltung als abwechslungsreiche Bereicherung und hoben hervor, dass die gebotenen Programmpunkte, wie z.B. ein Europa-Planspiel, ein Besuch der Universitätsklinik Regensburg oder auch Vorträge aus den Bereichen Wirtschaft und Politik sehr ansprechend gestaltet wurden.

Am „Science Camp“ der OTH Amberg-Weiden nahmen Luisa Schlosser (Q11) am Standort Weiden und Lea Bernhard und Elena Meier (beide Q11) am Standort Amberg teil. Sie konnten dort einerseits in Arbeitsgruppen ihr Wissen im Bereich Biologie und Medizin (Weiden) bzw. Herstellung von Biodiesel und Stärke (Amberg) vertiefen und praktisch in Experimenten anwenden, andererseits war aber auch ein abwechslungsreiches und interessantes Freizeitprogramm geboten, dass z. B. einen Kniggekurs und ein Campus-Grillen enthielt. Am letzten Tag präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse im Rahmen eines kleinen Festaktes vor Vertretern der Hochschule und weiteren geladenen Gästen. Sehr erfreulich ist, dass Lea und Elena zu der Arbeitsgruppe gehörten, die in Amberg für die beste Abschlusspräsentation prämiert wurde.

Jonas Ernst fuhr ebenfalls in den Sommerferien ins Informatik Sommercamp. Das Sommercamp wird von der Universität Passau für Schüler angeboten, die gerne etwas Uni-Luft schnuppern wollen. Neben Vorlesungen aus dem Informatikstudium und interessanten Gruppenarbeiten gibt es viele Möglichkeiten, mit Studierenden zu reden und sie zu ihrem Alltag zu befragen. So hat sich Jonas zum Beispiel mit den Themenbereichen „Virtuelle Welten“ oder „Künstliche Intelligenz“ beschäftigt, aber auch einen Zauberwürfel hergestellt.

Außerdem nahmen Lena Neubig und Lisa Bruckner (beide Q12) am MINT-Mädchen-Projekt der OTH Amberg-Weiden teil, das sich zum Ziel gesetzt hat, junge Frauen in ihrem Vorhaben ein Studium im MINT-Bereich zu absolvieren, zu unterstützen. Die Mädchen bekamen einen Einblick in das Studentenleben an der OTH und durften selbst in unterschiedlichen Bereichen forschen, absolvierten Firmenbesuche, aber auch Empowerment-Workshops zum Persönlichkeitstraining. Sowohl Lena als auch Lisa haben das Projektjahr als Bereicherung empfunden und können jeder Schülerin, die sich für MINT-Fächer interessiert eine Teilnahme empfehlen.

Mit dabei in der zweiten Runde des MINT-Mädchen-Projekts der OTH Amberg-Weiden sind Valentina Schart und Lena Igl (beide 10c). Außerdem haben Valentina und Lena am „Girls Day“ teilgenommen. Im Rahmen dieser Veranstaltung besuchten sie die Constantia Pirk GmbH & Co. KG bzw. die Gerresheimer GmbH am Standort Wackersdorf. Die Schülerinnen nahmen an Werksführungen teil und fanden es besonders interessant, sowohl Verantwortliche für Ausbildungsberufe als auch Lehrlinge kennenzulernen. Sie hoben hervor, dass technische und handwerkliche Vorgänge sehr gut erklärt worden seien und von ihnen selbst praktisch erprobt werden durften.

Abschließend bedankte sich der Schulleiter OStD Schwab bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern für ihr Kommen und ihr außerschulisches Engagement und bat um ein Feedback an möglichst viele Mitschülerinnen und Mitschüler. Die Anwesenden bestätigten, dass die von ihnen besuchten Veranstaltungen äußerst motivierend und gewinnbringend waren und können Interessierten raten, sich für eine Teilnahme zu melden. Sehr positiv wird bewertet, dass die Angebote nie rein fachspezifisch orientiert sind, sondern stets durch persönlichkeits- und allgemeinbildende Aspekte eine sehr sinnvolle Vielfalt bilden.

Wer sich genauer über die Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Programmen der Begabtenförderung informieren möchte, kann dies auf der Homepage des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums tun. Dort finden sich ausführliche Erfahrungsberichte.

Text: 

Foto: Anja Wiesner