Schülertag der Chemie – Erfahrungsbericht einer Schülerin

Am 12. Oktober 2019 fuhren wir, acht Schülerinnen und Schüler der Chemie-Fachkurse des Johann-Andreas-Schmeller Gymnasiums, nach Regensburg an die Universität, um dort am Schülertag der Chemie teilzunehmen. Wir wurden freundlich, mit einem kleinen Buffet, im Foyer des Bereiches für Chemie und Pharmazie empfangen.
Nach einer kurzen Vorstellung und Begrüßung durch den Studiendekan Prof. Dr. Hubert Motschmann und einen Vertreter der Bayerischen Chemieverbände, erklärte uns Prof. Dr. Motschmann im Vorlesungssaal H44, wie man sich das Chemiestudium vorstellen müsse, welche Weiterbildungsmöglichkeiten man habe und was man für ein erfolgreiches Studium mitbringen solle. Er war sehr offen mit uns und hat uns nicht vorenthalten, dass vor allem die ersten Semester durchaus anspruchsvoll seien, außerdem solle man gute Kenntnisse in der Mathematik und in der Physik mitbringen, gute Englischkenntnisse wären ebenfalls von Nutzen.

Als nächstes bekamen wir durch Prof. Werner Kunz einen Einblick in den Ablauf einer Vorlesung zum Thema „Chemie als Innovationsmotor für Umwelt- und Ressourcenschonung, sowie nachhaltige Energiewirtschaft“. Wir lernten, dass die Chemie durchaus mehr bietet als Experimente, bei denen etwas knallt oder explodiert, und dass es nicht korrekt ist, die Chemie grundsätzlich als etwas Negatives zu sehen, wie es bei Vorurteilen in der Lebensmittelindustrie oft der Fall ist.

Die Mittagspause verbrachten wir in der, neben der Universität liegenden, Ostbayerischen Technischen Hochschule, bei der wir in einer schönen Umgebung unser Essen genießen konnten und die Gelegenheit hatten, uns mit den Professoren und derzeitigen Chemie-Studenten zu unterhalten und Informationen auszutauschen.

Als wir an die Universität zurückkehrten, erfolgte eine Gruppeneinteilung. Anschließend wurden den einzelnen Gruppen verschiedene Experimente gezeigt, die wir auch teilweise selbst durchführen durften. In der Station der Didaktik durften wir Lasergolf spielen. Bei diesem Spiel galt es, einen Laserstrahl mit der richtigen Einstellung kleiner Spiegel in ein Ziel zu leiten, welches beim Erfolg die Farbe wechselte. In einer weiteren Station betrachteten wir die Unterschiede von Ethanol und Methanol im Hinblick auf die Wirkung im menschlichen Körper, woraufhin wir mit einem Spektrometer den Trinkalkohol untersuchten und überprüften, ob die Ergebnisse mit dem des Ethanols oder mit dem des Methanols übereinstimmten. Es gab natürlich eine deutliche Übereinstimmung mit dem Ethanol. In einem weiteren Experiment durften wir selbst herausfinden, welches Salz sich in Kombination mit Wasser für Coolpacks eignet. Nach der Erkenntnis, dass Ammoniumchlorid zu einer kühlenden Wirkung in Wasser führt, durften wir selbst ein Coolpack herstellen.

Nachdem wir unsere Teilnahmebescheinigungen erhalten hatten und ein Gruppenfoto gemacht wurde, ging der Tag auch schon zu Ende.

Abschließend lässt sich sagen, dass die allgemeine Resonanz zu dem Tag sehr positiv war. Meiner Meinung nach war der Tag sehr gut organisiert und außer den Fahrtkosten entstanden keine weiteren Kosten für Essen oder Trinken. Insbesondere der Nachmittag mit den Experimenten war sehr interessant und informativ gestaltet, weshalb sich die Teilnahme für mich auf jeden Fall sehr gelohnt hat.