Lateinvokabeln? Kein Problem!

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5b des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums Nabburg hatten schon einmal die Möglichkeit, das neue Konzept „Latein lernen mit Bewegung und Emotion“ kennen zu lernen. Zusammen mit OStRin Maresa Hottner lernten die Kinder Vokabeln und übersetzten nach der Bebilderung einen kurzen Text. Die Resonanz war durchweg positiv: „Das macht auf jeden Fall Spaß! So kann ich mir die Wörter viel leichter merken!“ Und ein Schüler ergänzte: „Das Übersetzen des Textes war gar nicht mehr schwer, obwohl das heute unsere erste Lateinstunde war!“

Kennenlernen der Wiege der abendländischen Kultur, Lesen von originalen philosophischen, geschichtlichen und spannenden mythologischen Texten und intensive Auseinandersetzung mit ebendiesen, Erleichterung des Erlernens vieler moderner Fremdsprachen, Stärkung der Konzentrationsfähigkeit, Schulung des logischen Denkens, Vermittlung von Bildung … Es gibt viele Gründe, Latein zu lernen. Das JAS-Gymnasium Nabburg bietet den Schülerinnen und Schülern der zukünftigen 5. Jahrgangsstufe einen weiteren, um mit Latein als erster Fremdsprache zu beginnen.

Zusammen mit OStRin Maresa Hottner hat die Schulleitung das Konzept „Latein lernen mit Bewegung und Emotion“ erarbeitet, welches die kindliche Entwicklung in besonderem Maße berücksichtigt, indem es den Spieltrieb und Bewegungsdrang, das Wecken von positiven Emotionen und Neugierde als feste Bestandteile in die Unterrichtsgestaltung aufnimmt.

Konkrete Anwendung findet das Konzept vor allem im Bereich der Vokabeleinführung und des Vokabellernens. Hier werden die lateinischen Wörter mit Gesten versehen oder durch besondere Betonung mit Emotion aufgeladen. So können sie leichter behalten und erinnert werden, weil neben den herkömmlichen Lernkanälen (Hören, Sehen, Sprechen, Schreiben) weitere (Bewegung, Gefühl) aktiviert werden. Auch beim Übersetzen von Texten werden Bebilderungen eingesetzt, um das Verstehen zu erleichtern und die Motivation zu fördern. Bei der isolierten Darstellung einzelner Vokabeln innerhalb eines Textes ergeben sich nämlich immer wieder lustige Situationen, die durch Spaß und Freude die Motivation erhöhen. Zu einer abwechslungsreichen Rhythmisierung des Unterrichts kommt es, indem sich affektive und bewegungsintensive Phasen mit Arbeitsphasen abwechseln. So folgt beispielsweise der Grammatikunterricht vor allem traditionellen Grundsätzen. Hier werden lediglich als Unterstützung beim Auswendiglernen Mnemotechniken und Lernspiele Anwendung finden.