Klasse, diese Schüler

Wenn er die Nabburger nicht hätte, täte sich Pater Gerhardaus Südafrika noch deutlich härter. Aberdie Gymnasiasten lassen ihren Pater nicht im Stich.Auch diesmal machten sie sich aufden Weg, der zu Spenden führt, und zwar laufend.

Der gute Geist hinter der Aktion, die heuer schon zum 16. Malüber die Bühne ging, ist Wolfgang Schneider – ein Lehrer am Nab-burger Gymnasium und Schulfreund aus gemeinsamen Regensburger Tagen, als der Pater noch Clemens Lagleder hieß und noch nicht wusste, dass er einmal ein großes Lebenswerk im Süden des schwarzen Kontinents errichten werde. Des Paters Hilfe für AIDS-Kranke und Sterbende, für Waisen und Kinder in Schulausbildung ist längst legendär. Landauf, landab gibt es im deutschsprachigen Raum (und wohl auch darüber hinaus) wohl kaum eine Zeitung, kaum einen Radio- oder TV-Sender, der mit dem umtriebigen und rastlos engagierten Missionar noch kein Interview geführt hätte. Ein Blick ins NT-Archiv oder ins Internet spräche hier Bände.

Viel Geld nötig

Trotzdem ist es für Pater Gerhard nicht leicht, die enormen Summen aufzubringen, die seine Einrichtung in Mandeni jedes Jahr benötigt – besonders, seit sich die Amerikaner in einer unedlen Geste aus der langjährigen Förderung des vorbildlichen Projekts zurückgezogen haben.

Seitdem ist der Pater jedes Jahr einige Monate auf Spendensammeltour in Deutschland und anderen Ländern, wobei ihn sein Weg immer wieder in die geliebte Oberpfalz führt – und auch hinauf auf den Nabburger Schulberg. Dort hat man den Sponsorenlauf am Ende des Schuljahres für die Einrichtung des Paters seit 16 Jahren perfektioniert; und wenn Wolfgang Schneider und sein Team die Spendensummen der letzten Jahrezusammenzählen, dann kommen sie (den aktuellen Lauf mit eingerechnet) auf über 100 000 Euro.

Eine Stunde auf den Beinen

Natürlich wusste Schneider beim Gespräch zu diesem Artikel noch nicht, wie hoch diesmal die Summe ausfallen würde,aber er war sich ziemlich sicher, dass die Nabburger Gymnasiasten bei dem einstündigen Sponsorenlauf alles geben werden, um wieder ein hervorragendes Ergebnis zu erzielen. Den Pater wirds freuen und er wird wie jedes Jahr dankbar denken: „Wenn ich meine Nabburger nicht hätte!“