Begabten- und Interessiertenförderung am JAS-Gymnasium Nabburg

Am 05.10.2018 kamen auf Einladung von OStD Schwab und StRin Birkmann neun Schülerinnen und Schüler in der Bibliothek des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums zusammen, die im Laufe des vergangenen Schuljahres an Maßnahmen aus dem Bereich der Begabtenförderung teilgenommen hatten.

„Die Förderung und Unterstützung engagierter Talente ist der Schule ein wichtiges Anliegen“, betonte der Schulleiter, verwies aber auch darauf, dass die Angebote der Begabtenförderung nicht nur für Spitzenschüler mit überdurchschnittlichen Noten gedacht seien, sondern bemerkenswerte Leistungen und besonderes Interesse durchaus auf ein spezielles Gebiet, wie z.B. die Naturwissenschaften oder auch Musik, begrenzt sein könne. Über die zahlreichen Angebote können sich interessierte Schülerinnen und Schüler auf der Homepage der Schule informieren oder direkt auf das „Begabtenförderungs-Tandem“, OStRin Sabine Singer und StRin Beate Birkmann, zukommen. OStD Schwab bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement, und machte deutlich, dass er es für keine Selbstverständlichkeit hält, sich in der Freizeit über den schulischen Rahmen hinaus für bestimmte bestimmte Angebote aus dem Bereich der Begabten- und Interessiertenförderung Zeit zu nehmen.

So nahmen beispielsweise Carina Piehler, Carolin Reis (beide 10c) und Marcel Klar (Q11) im Rahmen der „Regensburger Schülerakademie“ an einem Rhetorikseminar teil. Die Teilnehmer trafen sich in Blockseminaren an fünf Samstagen. Ziel der Veranstaltungen war es, Selbstbewusstsein aufzubauen und seine Redefähigkeit vor einer Gruppe zu trainieren. Laut den Teilnehmern musste man sich stellenweise schon überwinden und über persönliche Grenzen gehen, um die Aufgabenstellungen zu erfüllen. So hat man aber auch gelernt, mit einer Stresssituation umzugehen und kann das Erlernte gut bei Präsentationen in der Schule anwenden. Im Seminar wurde Theorie sinnvoll mit dem Erlernen von konkretem „Handwerkszeug“ verknüpft.

Nele Wild (Q12) wurde zum Ferienseminar in Amberg eingeladen, das jährlich von der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Oberpfalz organisiert wird. Sehr gute Noten und außerschulische Aktivitäten sind Voraussetzungen für die Teilnahme. Die Teilnehmerin empfand die Veranstaltung als abwechslungsreiche Bereicherung und hob hervor, dass sie die gebotenen Programmpunkte, wie z.B. ein Planspiel, ein Besuch der Universitätsklinik Regensburg, Vorträge aus den Bereichen Physik und Politik, oder Workshops aus den Bereichen Theater und Musik sehr ansprechend gestaltet wurden. „Sehr positiv für mich war auch, dass ich viele Kontakte knüpfen konnte!“, so Nele Wild.

Am „Science Camp“ der OTH in Weiden nahm Magdalena Fröhlich (Q11) teil. Sie konnte dort einerseits ihr Wissen im Bereich Biologie und Medizin vertiefen, andererseits war aber auch ein abwechslungsreiches und interessantes Freizeitprogramm geboten, dass z. B. einen Kniggekurs enthielt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sezierten ein Schweineherz und machten sich mit der Funktionsweise des EKGs vertraut. In Gruppen bereiteten sie eine Präsentation vor, in der ihre Ergebnisse und Vorgehensweisen zu ausgewählten Versuchen am EKG zusammengefasst worden sind. Am letzten Tag präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse im Rahmen eines kleinen Festaktes vor Vertretern der Hochschule und weiteren geladenen Gästen.

Luisa Baumann (Q12) verbrachte in den Osterferien erneut knapp eine Woche in der Ferienakademie Kloster Roggenburg. Das Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium Weißenhorn und das Zentrum für Familie, Umwelt und Kultur, Kloster Roggenburg, luden künstlerisch interessierte und musisch begabte Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren ein, fünf Tage lang mit herausragenden Künstlern, Musikern und Theaterschaffenden zu arbeiten. Luisa

besuchte Workshops bei Profis im Bereich Gesang und lobte, wie bereits im letzten Jahr, insbesondere die individuelle Förderung und ein großartiges Gemeinschaftserlebnis.

Eine besondere Anstrengung hat Lukas Schiegl (Q12) im vergangenen Schuljahr auf sich genommen: Er begann im Sommersemester 2017/2018 ein Frühstudium im Fach Latein an der Universität Regensburg, was einerseits mit einem großen Zeitaufwand verbunden, andererseits aber inhaltlich sehr interessant war. Die Inhalte gehen weit über das hinaus, was in der Oberstufe des Gymnasiums behandelt wird und so erhält man durch den Besuch regulärer Vorlesungen einen sehr guten Einblick in die tatsächlichen Anforderungen des Studiengangs, aber natürlich auch in den Alltag eines Studenten. So verbrachte Lukas jeden Montag in Regensburg, um einen Übersetzungskurs zu belegen. Diesen konnte der Teilnehmer erfolgreich mit einer mit „gut“ bestandenen Klausur abschließen. Auch Lukas betonte, dass er es als äußerst positiv empfand, schnell soziale Kontakte zu Leuten mit gleichen Interessen aufbauen zu können.

Außerdem nehmen Lena Neubig, Lisa Bruckner (beide Q11), Hanna Rauch und Luisa Baumann (beide Q12) am MINT-Mädchen-Projekt der OTH Amberg-Weiden teil, das sich zum Ziel gesetzt hat, junge Frauen in ihrem Vorhaben ein Studium im MINT-Bereich zu absolvieren, zu unterstützen. Es fand bereits eine Auftaktveranstaltung mit Festvorträgen erfolgreicher MINT-Frauen in Amberg statt, bei der die Mädchen auch die Gelegenheit hatten, mit Studentinnen und Absolventinnen in Kontakt zu kommen und Erfahrungen auszutauschen. Außerdem hat ein Teil der Gruppe am letzten Ferientag der Sommerferien die Handwerkskammer Charlottenhof bei Wackersdorf besucht und dort einen Robotik-Kurs absolviert. Die Teilnehmerinnen waren besonders begeistert von der Offenheit der Ansprechpartnerinnen und freuen sich auf ein spannendes Jahr mit vielen weiteren Angeboten, wie z.B. erneuten Info-Tagen oder Empowerment-Workshops. Zudem wird jeder Teilnehmerin eine Mentorin zugewiesen, damit eine individuelle Betreuung möglichst viele gewinnbringende Eindrücke vermitteln kann.

Abschließend bedankte sich der Schulleiter OStD Schwab bei den anwesenden Schülerinnen und Schülern für ihr Kommen und ihr außerschulisches Engagement und bat um ein Feedback an möglichst viele Mitschülerinnen und Mitschüler. Die Anwesenden bestätigten, dass die von ihnen besuchten Veranstaltungen äußerst motivierend und gewinnbringend waren und können Interessierten raten, sich für eine Teilnahme zu melden. Sehr positiv wird bewertet, dass die Angebote nie rein fachspezifisch orientiert sind, sondern stets durch persönlichkeits- und allgemeinbildende Aspekte eine sehr sinnvolle Vielfalt bilden.

Wer sich genauer über die Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Programmen der Begabtenförderung informieren möchte, kann dies auf der Homepage des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums tun. Dort finden sich ausführliche Erfahrungsberichte.