Das Fach Englisch

In fast 60 Staaten der Erde ist Englisch Amtssprache, 360-400 Millionen Menschen sind Muttersprachler, für weitere 400 Millionen ist Englisch die zweite Alltagssprache und 600-700 Millionen lernen Englisch als Fremdsprache (http://en.wikipedia.org/wiki/English_language) – wie wichtig es ist, Englisch zu lernen, geht schon allein aus diesen Zahlen hervor. Es gibt heute kaum noch einen Beruf, in dem gute Englischkenntnisse nicht wesentliche Grundlage sind – sei es als gemeinsame Kommunikationsbasis für Gesprächspartner aus verschiedenen Ländern oder einfach nur, um Fachliteratur und Gebrauchsanweisungen zu verstehen, die gerade im professionellen Kontext häufig nur noch auf Englisch vorliegen. In einer Zeit, in der Fernreisen auch im Urlaub zum Alltag gehören, sind Kenntnisse in einer Sprache, die nahezu überall auf der Welt verstanden wird, unerlässlich. Gerade auch für Jugendliche ist die Sprache seit Jahrzehnten in der Freizeitkultur fest verankert, da große Teile der populären Musik mit englischen Texten arbeiten. Inzwischen ist die Relevanz in dieser Hinsicht dank der Omnipräsenz des Internets, dessen Leitsprache das Englische ist, noch gewachsen.

Dieser Bedeutung trägt der Englisch-Unterricht am Schmeller-Gymnasium Rechnung, indem er den Schülerinnen und Schülern ab der 5. oder wahlweise 6. Jahrgangsstufe gefestigte Grundlagen in Grammatik, Vokabular und Idiomatik sowie Aussprache vermittelt. Sie lernen, unterschiedlichste Textarten – sowohl literarische als auch Sachtexte – zu verstehen und sich in verschiedenen Kontexten situationsgemäß schriftlich auszudrücken. Ihnen werden Strategien zum Umgang mit Texten und Bildern vermittelt, die mehr als ein reines Sprachverständnis erfordern (z. B. Grafiken, Karikaturen), und sie lernen, sich darüber nicht nur eine Meinung zu bilden, sondern diese auch angemessen mitzuteilen.

Ein besonderes Anliegen ist der Fachschaft die Förderung der Gesprächsfähigkeit der Kinder und Jugendlichen. Dazu werden einerseits regelmäßig auditive und audiovisuelle Medien eingesetzt, die die Schülerinnen und Schüler an die Ausspracheeigenheiten von Englisch-Sprechern aus unterschiedlichen Ländern gewöhnen. Außerdem wird, besonders in den ersten vier Jahren des Englisch-Unterrichts am Schmeller-Gymnasium, die mündliche Ausdrucksfähigkeit besonders gefördert. Neben den üblichen Unterrichtsgesprächen üben die Klassen Rollenspiele, bringen sich mit „Lernen durch Lehren“ in die Unterrichtsgestaltung ein, halten Kurzvorträge oder üben sich im Rahmen der Aufgabenform „Mediation“ im Dolmetschen. Um die Bedeutung der Mündlichkeit in einer modernen Fremdsprache zu unterstreichen, werden seit einigen Jahren im Schmeller-Gymnasium in den Jahrgangsstufen 5-8 (2014/15 noch 5-9) mündliche und schriftliche Leistungen im Verhältnis 1:1 gewertet, was im Laufe der Zeit zu einer deutlich gesteigerten Geläufigkeit mündlicher Äußerungen geführt hat.

Eine wichtige Rolle in der Förderung der Mündlichkeit spielt auch der von der Englisch-Fachschaft organisatorisch getragene Schüleraustausch mit der Haarby Efterskole in Dänemark in der 10. Jahrgangsstufe. Im dabei entstehenden Kontakt mit dänischen, belgischen und gelegentlich auch osteuropäischen Jugendlichen erfahren die Schülerinnen und Schüler die englische Sprache als internationales Kommunikationsmittel.

Neben den grundlegenden Fertigkeiten Lese- und Hörverstehen, schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit, Fähigkeit zur Sprachmittlung / Mediation, die ab der 10. Jahrgangsstufe in Hinblick auf die beruflichen und akademischen Anforderungen nach dem Abitur vertieft werden, erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in Kultur, Geschichte, Geographie, Politik und Alltagsleben unterschiedlicher englischsprachiger Länder. Außer den naheliegenden Ländern Großbritannien und USA werden auch grundlegende Kenntnisse über z. B. Australien, Irland oder Indien vermittelt. Dieses Hintergrundwissen stillt einerseits die natürliche Neugier der Jugendlichen und vermittelt außerdem die nötige interkulturelle Kompetenz, die erfolgreiche Kommunikation von Gesprächspartnern aus unterschiedlichen Ländern überhaupt erst ermöglicht. Die Jugendlichen gewinnen dadurch zudem Einblicke in andere Denkweisen und Einstellungen, die sie toleranter und respektvoller gegenüber anderen Menschen, gerade auch aus anderen Kulturkreisen, machen und ihnen erlauben, ihre eigene Persönlichkeit weiterzuentwickeln.