Partnerschaft ohne Grenzen – Partnerství bez hranic

Seit dem Schuljahr 1990/91 besteht mit dem tschechischen Gymnasium in Strakonice eine Schulpartnerschaft, die dem Ziel dient, junge Leute aus beiden Ländern einander näher zu bringen. Inzwischen ist dieser Austausch ein fester Bestandteil des Schullebens beider Gymnasien geworden.

Unsere Partnerschule

Das Gymnazium Strakonice hat circa 600 Schüler/innen und etwa 40 Lehrkräfte. Es wird entweder nach der 5. oder nach der 9. Grundschulklasse besucht (6/7-jähriges oder 4-jähriges Gymnasium). Alle Schüler lernen Englisch und über 80% Deutsch. Die Schule nimmt regelmäßig und mit sehr großem Erfolg an Wettbewerben aus allen Bereichen teil. Das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern ist bei allem Respekt ein sehr herzliches, gemeinsame Unternehmungen finden sich sehr viel häufiger als bei uns und auch nach außen hin präsentiert sich die Schule als Gemeinschaft bei vielen Veranstaltungen, was von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommen wird. Der Direktor der Schule, Herr Hlava, err HHunterstützt den Austausch sehr engagiert. Die tschechischen Austauschschüler besuchen bereits die 11. Jahrgangsstufe, da sie dann Deutsch im dritten Jahr lernen.

Programmpunkte

In Tschechien ist immer ein Tag in Prag mit einer Stadtführung geplant, wobei auch Exkursionen nach Budweis, Tabor oder Klattau unternommen werden.  Der Gegenbesuch läuft dann ähnlich ab, wobei unsere Ausflüge meist nach Nürnberg, Regensburg und in die Region führen. Ferner bietet die gemeinsame Projektarbeit neben Unterrichtsbesuchen sowohl auf deutscher als auch auf tschechischer Seite den Schulerinnen und Schülern Einblicke in die jeweilige Geschichte, Politik und Kultur.

Zusätzlich wird im jährlichen Wechsel ein Sportturnier veranstaltet, das innerhalb eines Fußball- und Volleyballmatchs ausgefochten wird.

Natürlich wird auch außerhalb der schulischen Veranstaltungen viel Freizeit gemeinsam verbracht -  in den letzten Jahren ist es den Schülerinnen und Schülern diesbezüglich gelungen, sich selbst zu organisieren. So lernen die jungen Leute einander besser kennen und es entstehen Freundschaften, die zum Teil schon mehrere Jahre dauern.

Ziele dieser Partnerschaft

Bei den tschechischen Schülerinnen und Schülern steht natürlich das Vertiefen der Sprachkenntnisse im Vordergrund; dagegen ist für unsere Schülerinnen und Schüler, die ja kein Tschechisch lernen, die Begegnung wichtig, das Kennenlernen von Jugendlichen mit einer ganz anderen Geschichte und Tradition und vor allem der Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten. Angesprochen werden auf beiden Seiten vor allem geschichtliche Themen, besonders im Hinblick auf die Situation der beiden Völker seit dem zweiten Weltkrieg, die enge Nachbarschaft der Bayern und Böhmen und die gemeinsame Zukunft in der EU. Insbesondere die bayerischen Schülerinnen und Schüler sollen einen Einblick in das Leben der Menschen bekommen, die lange in einem sozialistischen Staat gelebt haben. Dazu tragen vor allem Gespräche mit den Eltern der Schüler bei. So werden, wie unsere langjährigen Erfahrungen zeigen, nicht nur Vorurteile bei den Jugendlichen, sondern auch bei den Eltern abgebaut. Unserer Schüler lernen auch bei den oft nicht so optimalen Wohnverhältnissen der Gastfamilien sich einzuschränken, sich zu beherrschen und Rücksicht zu nehmen. Es ist besonders wichtig, auf beiden Seiten ein vorurteilfreies Verhältnis füreinander zu entwickeln im Hinblick auf ein friedliches Zusammenleben in einem gemeinsamen Europa.

Finanzierung und Förderung

Bei der Finanzierung wurden wir bisher immer vom Bayerischen Jugendring unterstützt. Leider wurden ab August 2014 die Zuschüsse um 50% gesenkt. In der Regel belaufen sich die Kosten auf etwa 130 Euro.

Austauschtermine

Die genauen Termine ändern sich natürlich von Jahr zu Jahr. Im Allgemeinen besuchen die Tschechen Nabburg im März, der Gegenbesuch findet dann im Mai oder Juni statt.


Ansprechpartner für diesen Austausch: StRin Katharina Bogner und StR Wolfgang Malzer